Category Archives: German Linguistics

Vorlesung “Deutsche Graphematik, Phonetik und Phonologie”

In dieser Vorlesung wird in die Schreibprinzipien des Deutschen (segmentale Schreibungen, Wortschreibungen, syntaktische Schreibungen inkl. Interpunktion) eingeführt. Dazu wird die segmentale Phonologie wiederholt. Im letzten Abschnitt der Vorlesung werden (normferne) Gebrauchsschreibungen als Indikatoren für Schreibprinzipien thematisiert. Die Vorlesung basiert auf meiner Einführung in die grammatische Beschreibung des Deutschen.

Aktuell: Die Vorlesungen werden ab KW 44 wöchentlich auf YouTube hochgeladen bzw. freigegeben.

Den kompletten Foliensatz können Sie durch anklicken dieses Satzes herunterladen. Die Einzelthemen sind die folgenden – jeweils mit Link zu den Materialien:

  1. Graphematik und Schreibprinzipien
    Folien | Video
  2. Wiederholung | Phonetik
    Folien | Video
  3. Wiederholung | Phonologie
    Folien | Video
  4. Phonographisches Schreibprinzip | Konsonanten
    Folien | Video (öffentlich ab 25. November 2023)
  5. Phonographisches Schreibprinzip | Vokale
    Folien | Video (öffentlich ab 2. Dezember 2023)
  6. Silben und Dehnungsschreibungen
    Folien | Video (öffentlich ab 9. Dezember 2023)
  7. Eszett, Dehnung und Konstanz
    Folien | Video (öffentlich ab 16. Dezember 2023)
  8. Spatien und Majuskeln
    Folien | Video (öffentlich ab 6. Januar 2024)
  9. Komma
    Folien | Video (öffentlich ab 13. Januar 2024)
  10. Punkt und sonstige Interpunktion
    Folien | Video (öffentlich ab 20. Januar 2024)

Gebrauchsbasierte Graphematik

Invited talk on 6 July 2023 at at Freie Universität Berlin. Download: Roland Schäfer: Gebrauchsbasierte Graphematik (Folien).

Der Graphematik – der Lehre von Schrift und Schreibung – wurde über viele Jahrzehnte von großen Teilen der Linguistik (von Strukturalismus bis Generativismus) die Zugehörigkeit zur eigenen Disziplin abgesprochen. Im Sinne des – vor allem von seinen lautstärksten Verfechtern – nie eingelösten nachgerade bizarren Anspruchs des Primats der gesprochenen Sprache wurde gerne ins Feld geführt, die Schreibung sei ein künstliches und überformtes, der Sprache nachträglich aufgezwängtes Konstrukt, das der für eine angemessene wissenschaftliche Sprachforschung nötigen Spontaneität entbehre. Man bediente sich stattdessen gerne der eigenen spontanen Grammatikalitätsurteile über schriftsprachliches Material. Schon die Beschäftigung mit der Geschichte der Graphematik des Deutschen entlarvt das Narrativ von der quasi am Reißbrett entstandenen Schreibung als Ente. Wir sehen ein sich den grammatischen Prinzipien langsam mehr oder weniger gut anpassendes und diese gleichermaßen formendes System im stetigen Wandel. Die Gebrauchsbasierte Graphematik (Schäfer & Sayatz 2014, 2016 usw.) geht als zunächst rein synchrone Betrachtungsweise über den diachronen Befund hinaus und knüpft dabei an Prinzipien der Gebrauchsbasierten Grammatik an. In gebrauchsbasierten Theorien ist die Grundannahme, dass lediglich der Input und allgemeine kognitive Mechanismen den Spracherwerb steuern. Beginnt der Schrift- und Schreibungserwerb auch spät und zunächst stark gesteuert, so sind lesende Lerner doch bald einer zunehmenden Menge von standardnahen und standardfernen Texten ausgesetzt, was dazu führt, dass basierend auf Ähnlichkeitsbeziehungen ggf. unscharfe Abbildungsmuster von grammatischen und lexikalischen Strukturen auf graphematische Realisierungen gelernt werden. Die Gebrauchsbasierte Graphematik versucht, diese Muster durch korpusbasierte und experimentelle Methoden zu dekodieren. Es geht also nicht um die normativen Regeln oder um eine „reine Systembeschreibung“, sondern um kognitiv reale Kategorien, die gerade dann gut sichtbar werden sollten, wenn normferne grammatische Phänomene oder Zweifelsfälle verschriftet werden, für die es intrinsisch keine (oder keine eindeutige) Normschreibung geben kann. Spätestens mit der Gebrauchsbasierten Graphematik werden also alle Scheinargumente gegen Graphematik an sich ausgeräumt. In diesem Vortrag stelle ich kurz die theoretischen Grundannahmen der Gebrauchsbasierten Graphematik und einige Fallstudien zur Schreibung des Deutschen vor. Der Vortrag schließt mit einer kurzen Diskussion des größten methodischen Grundproblems des Ansatzes und seiner möglichen Lösungen.

Grammatisches Propädeutikum

Das grammatische Propädeutikum befindet sich noch in Planung. Alle, die aus der Schule nicht genügend Grundwissen über Grammatik für das Germanistikstudium mitbringen, oder denen eventuell die entsprechenden Analysefähigkeiten fehlen, sollen mit den anzubietenden Materialien gezielt die Problemthemen nacharbeiten können. Grundlage des Propädeutikums ist der Einstiegstest. Dieser hilft Studienanfängern, Ihren eigenen Wissensstand einzuschätzen. Eine aktuelle Fassung als PDF kann man stets hier herunterladen. Bitte wählen Sie die für Sie passende Version aus und klicken auf GitHub dann den Download-Button oben rechts (“Download raw file”) an:

An der FSU Jena wird hoffentlich ab dem Sommer 2024 ein Präsenz-Tutorium zum Propädeutikum angeboten. Online-Materialien werden auf jeden Fall ab Sommer 2024 zur Verfügung gestellt. Es wird sich um kurze Videos handeln, in denen die Bestimmung der folgenden Kategorien vermittelt wird:

  • Wortarten (Substantive, Adjektive, Artikel, Pronomina, Verben, Adverben, Präpositionen)
  • Kasus (grammatischer Fall)
  • Genus (grammatisches Geschlecht)
  • Person
  • Tempus (Zeitform)
  • Konjunktiv (Aussageweise)
  • Imperativ (Befehlsform)
  • Passiv
  • Satzglieder
  • Subjekte
  • Objekte
  • adverbiale Bestimmungen
  • Relativsätze
  • Subjekt- und Objektsätze
  • Adverbialsätze
  • Infinitivgruppen
  • Silben

Vorlesung “Deutsche Syntax”

Inhalte und Zielpublikum

In dieser Vorlesung führe ich in ein didaktisiertes Beschreibungsformat für syntaktische Strukturen ein, in dem dann die fundamentalen syntaktischen Strukturen des Deutschen (Phrasentypen und Satztypen) modelliert werden. Die Vorlesung basiert auf meiner Einführung in die grammatische Beschreibung des Deutschen. Die nötigen Vorkenntnisse definiert der Einstiegstest im Rahmen meines grammatischen Propädeutikums.

Aktuell: Semesterpläne für den Winter 2023/2024 (inkl. Plan für diese Veranstaltung)

Themen mit Links zu den Materialien

    1. Grammatik
      Folien | Video 1 aus der VL Morphologie
    2. Grundbegriffe
      Folien | Video | Übung
    3. Wortklassen
      Folien | Video 3 aus aus der VL Morphologie | Übung
    4. Konstituenten und Satzglieder
      Folien | Video | Übung
    5. Nominalphrasen
      Folien | Video | Übung
    6. Andere Phrasen
      Folien | Video | Übung
    7. Verbphrasen und Verbkomplexe
      Folien | Video | Übung
    8. Sätze
      FolienVideo | Übung
    9. Nebensätze
      Folien | Video | Übung
    10. Subjekte und Prädikate
      Folien | Video | Übung
    11. Passive und Objekte
      Folien | Video 8 und Video 9 aus der VL Morphologie | Übung 8 und Übung 9
    12. Syntax infiniter Verbformen
      Folien | Video | Übung

Zusätzliche kurze Videos zum Lösen von Syntax-Aufgaben

Phrasenstrukturanalyse

Relationen und Prädikate

Feldermodell

    Vorlesung “Deutsche Morphologie”

    Inhalte und Zielpublikum

    In dieser Vorlesung wird vor allem die Morphologie (Formenlehre) des Deutschen besprochen. Dabei wird besonders die Strukturierung des Wortschatzes (also des sogenannten Lexikons) durch morphologische Generalisierungen (Wortklassen, Flexionsklassen, Ableitungen usw.) in den Vordergrund gestellt. Die Vorlesung basiert auf meiner Einführung in die grammatische Beschreibung des Deutschen. Die nötigen Vorkenntnisse definiert der Einstiegstest im Rahmen meines grammatischen Propädeutikums.

    Themen mit Links zu den Materialien

    1. Grammatik und Grammatik im Lehramt
      Folien | Video
    2. Grundbegriffe
       Folien | Video | Übung 1 und Übung 2 (zwei Downloads)
    3. Wortklassen als Grundlage der Grammatik
      Folien | Video | Übung
    4. Wortbildung – Komposition
      Folien | Video | Übung
    5. Wortbildung – Derivation und Konversion
      Folien | Video | Übung
    6. Flexion – Nomina außer Adjektiven
      Folien | Video | Übung
    7. Flexion – Adjektive und Verben
      Folien | Video | Übung
    8. Valenz
      Folien | Video | Übung
    9. Verbtypen als Valenztypen
      Folien | Video | Übung
    10. Kernwortschatz und Fremdwort
      Folien | Video | Übung

     

    Morphosyntax und Graphematik im Bildungsspracherwerb

    Department of German Studies and Linguistics, Seminar (BA), Humboldt-Universität zu Berlin, Summer 2021, teaching language: German.

    Zum Ablauf des Seminars (wird für HU, Zoom und 2021 noch leicht aktualisiert)

    Für Hausarbeiten (wird für HU, Zoom und 2021 noch leicht aktualisiert)

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    Vorlesung: Einführung in die Sprachwissenschaft (Introduction to linguistics)

    German and Dutch Philology, Lecture, Freie Universität Berlin, Winter 2019 (previously Winter 2018), teaching language: German.

    In dieser Vorlesung wird in die Grundlagen der Sprachwissenschaft und der sprachwissenschaftlichen Beschreibung des Deutschen eingeführt. Den Ausgangspunkt bildet meine Einführung in die grammatische Beschreibung des Deutschen: Dritte, erweiterte und überarbeitete Auflage.

    Die Vorlesungen des WS 2019/2020 werden ab Dezember 2019 Stück für Stück auf meinem Kanal zur Linguistik und Grammatik des Deutschen veröffentlicht.

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    Aufbaumodul Sprachstruktur: Linguistik im Bildungsspracherwerb (Linguistics in the acquisition of educated language)

    German and Dutch Philology, Aufbaumodul = intermediate BA course, Freie Universität Berlin, Summer 2019, teaching language: German.

    Aus der Rückmeldung zum Seminar

    • [E]s ist für mich aber viel wichtiger, dass ich aus Ihrem Seminar einiges mitnehmen konnte und unsere Montags-Veranstaltung immer in guter Erinnerung behalten werde 🙂 Danke für diese Bereicherung. (Email, Juni 2020)

    Zum Ablauf des Seminars

    Für Hausarbeiten

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